Künstlerische Zielsetzung

backward.jpg

FAQ about bodypainting in english

bodypainting_star.png2016-2017 Serie Lebensschritte

bodypainting_star.png2013-2015 Serie Musik

bodypainting_star.png2013-2014 Serie Regen

bodypainting_star.png2011-2012 Serie Quantum Vitalis

bodypainting_star.png2009 bis 2011 Serie Der Zeitpfeil

tassen.jpg

 

„Wer die Vergangenheit nicht ehrt, verliert die Zukunft. Wer seine Wurzeln vernichtet, kann nicht wachsen.“

Meine Arbeit ist Vermischung von Orten und Kulturen, Geschichten, menschliche
Transformationen, eine Architektur des Jet Lags auf der Suche nach dem richtigen Weg.

Als roter Faden in vielen von den Arbeiten dient eine Tasse Tee als Symbol der Zeit.
Diese Idee kam aus SadÒ oder Chado: Die Teezeremonie in Japan.
Das Wort Teezeremonie, wird eigentlich falsch übersetzt. Richtig wäre es als Teeweg zu
beschreiben. Der aus China importierte Tee wurde erstmals von buddhistischen Mönchen getrunken, die das neue Getränk zunächst als Medizin verwendeten.
Bei SadÒ gehet es nicht um das Vollziehen einer Zeremonie oder eines Rituals sondern um einen Lebensweg. Eine Tasse Tee wird nie gleich intensiv schmecken, wird weder gleich heiß, noch von der gleichen Menge sein, es ist einmalig, wie alle erlebten Momente.

Ich stelle real existente Personen dar und setze sie oft in Verbindung mit Architektur als Symbol des menschlichen Eingriffs in ein sich ewig wiederholendes Werden und Vergehen. Die Orte in meinen Bilder habe ich selber erlebt. Die Architektur ist meistens in runder, fließender und transformatorischer Form.

In der Kultur des Abendlandes steht der Zeitpfeil für eine lineare Zeitvorstellung. Der psychologische Zeitpfeil beschreibt unsere subjektive Unterscheidung zwischen vergangenen und zukünftigen Ereignissen. Wir können uns an die Vergangenheit erinnern, aber nicht an die Zukunft.
Andere alte Kulturen haben ein umgekehrtes Zeitkonzept, bei dem die Zukunft als hinten liegend betrachtet wird. In Afrika das Wort für morgen und gestern ist dasselbe. Bei den Hindus niutso bedeutet „übermorgen“ und „vorgestern“. In Latein olem bedeutet morgen und gestern. Sogar Kinder brauchen Zeit, um morgen und gestern zu unterscheiden und sagen oft „nicht heute“. Die meisten Völker haben keine Tempora in ihrer Sprache, erst seit Latein hat diese Entwicklung angefangen. Zuerst bildet sich der Vergangenheitsausdruck, dann erst Zukunftsbegriff.

Viel zu beschäftigt mit zukünftigen Plänen oder vergangenen Erlebnissen ist uns oft nicht bewusst, dass wir fast nie einfach JETZT leben.

Die Frage nach der Existenz der Zeit ist allerdings selbst schon problematisch, denn es ist schwierig anzugeben, was der Existenz-Begriff in Bezug auf die Zeit bedeuten soll. Neuere Erkenntnisse der Hirnforschung, Molekularbiologie und Psychologie legen den Schluss nahe, dass Wahrnehmung, Gedankenprozesse, Erinnerungen, Zeitgefühl und Bewusstsein im Menschen so eng miteinander verknüpft sind, dass sie im Erleben normalerweise nicht getrennt werden können.
Das Problem mit der Zeit liegt daran, dass die Zeit nicht existiert. Wir können die Zeit nicht sehen, die Uhren schon, aber es gibt keine Uhren in dem Universum.

„Zeit ist, was verhindert, dass alles auf einmal passiert“
(John A. Wheelers)

Wir können sehen wie eine Tasse vom Tisch fällt und
in Scherben geht, aber wir werden niemals sehen, wie
sich eine Tasse zusammenfügt und auf den Tisch zurückspringt.
Diese Zunahme der Unordnung oder Entropie
unterscheidet die Vergangenheit von der Zukunft und
verleiht der Zeit auf diese Weise eine Richtung.
( Stephen Hawking)

Wir sind erzogen zu glauben, wir hätten keine Kontrolle. Die moderne Wissenschaft spricht dagegen. Das was in uns geschieht, kreiert das was mit uns passiert.

In manche Bilder verwende ich Intertextuelle Verbindungen. Eine davon ist der
Kommputer HAL aus dem Film „2001 Space Oddity“ ( sieht wie eine kleine rote Lampe oder Knopf aus) Ich sehe es als den kontrollierenden Faktor jedes Systems. Wir sind stark vom System geprägt...wie wir unser Leben aufbauen, welche Verantwortungen wir übernehmen müssen, die Verhaltensmuster, was ist akzeptabel und was nicht.

Bei der Betrachtung eines Objektes, wird ein Teil von unserem Gehirn aktiviert. Wenn man sich das gleiche Objekt mit geschlossenen Augen vorstellt, wird auf die gleiche Weise wieder dieser Teil des Gehirns aktiviert. Daher kommt auch die Frage- Was ist denn genau die Wirklichkeit?
Das was wir mit unserem Gehirn sehen, oder mit den Augen? Die Wahrheit ist, dass das Gehirn nicht unterscheiden kann, ob wir etwas von unserem Umfeld sehen, oder uns an etwas erinnern.
In der Quantentheorie kann man auch in der Zeit zurückgehen.
Um das Wesen der Zeit begreifen zu können, müssen wir erst einmal verstehen, was „Realität“ ist. Darin liegt für die meisten Menschen ein fundamentales Problem - das Problem der Erkenntnis - das Problem der Einsicht - Einsicht, dass es keine allgemein gültige Realität gibt, da jeder Mensch seine eigene Realität anders erlebt, und der Erkenntnis, dass unsere Umgebung und unser komplettes Umfeld, ja sozusagen unsere Weltanschauung nichts anderes ist als das, wie wir die Informationen interpretieren, die uns unsere Sinne liefern.

Das einzige für uns wirklich wichtige ist: Die Zeit ist das, was wir daraus machen!

painting tools